Michaelschule Papenburg erhält das Gütesiegel „Zusammen gegen Antisemitismus“

Verleihung Gütesiegel

Am 27. Januar 2026, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, erhielt die Michaelschule im Rahmen einer feierlichen Gedenkveranstaltung das Gütesiegel „Zusammen gegen Antisemitismus“ der Konföderation der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und der Schulstiftung im Bistum Osnabrück.

Im Ursprung war „Zusammen gegen Antisemitismus“ eine Aktion, die als Schulträgerinitiative begann, um Antisemitismus in Schulgemeinschaften aktiv zu thematisieren und sichtbar dagegen Stellung zu beziehen.

Sie startete am 9. November 2019, und somit am jährlichen Gedenktag der Novemberpogrome von 1938, mit der Verbreitung von Plakaten und Stickern an Schulen der Schulstiftung im Bistum Osnabrück. Ziel war es, das Thema Antisemitismus und religiöse Ausgrenzung systematisch im Unterricht und Alltag zu behandeln.

Aufbauend auf der ursprünglichen Aktion entwickelten die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und die Schulstiftung im Bistum Osnabrück in ökumenischer Verbundenheit gemeinsam mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland 2021 das ökumenische Gütesiegel, welches uns heute zusammenkommen lässt und das Schulprogramme gegen Antisemitismus auszeichnet.

Das neue Siegel „Zusammen gegen Antisemitismus“ wurde zum ersten Mal am 22. November 2023 an sechs kirchliche Schulen in Niedersachsen verliehen:

  1. die Berufsbildende Schule Marienhausschule in Meppen
  2. das Gymnasium Marianum in Meppen
  3. das Evangelische Gymnasium in Nordhorn
  4. das Gymnasium Ursulaschule in Osnabrück
  5. die Domschule – Oberschule in Osnabrück
  6. und die Thomas-Morus-Schule – Oberschule in Osnabrück

Im Mai 2024 kamen dann die Johannesschule – Oberschule in Meppen und die Marienschule – Oberschule in Lingen dazu.

Es tragen also aktuell acht Schulen das Siegel und die Michaelschule kommt als neunte hinzu. Ganz herzlichen Glückwunsch!

Unter den Augen der Bürgermeisterin der Stadt Papenburg, der Elternvertretung, Mitgliedern des Fördervereins und Kolleg:innen der Schule, ehemaliger SchülerInnen der Auschwitz-Gedenkstättenfahrt sowie aktueller Schüler:innen der Projektkurse und insbesondere der Antisemitismusbeauftragten der Michaelschule, Frau Pohlgeers, übergaben Frau Otte, Mitglied der Jurykommission seitens der Konföderation der evangelischen Kirchen Niedersachsens und Herr Wocken als Jurymitglied der Schulstiftung das Siegel samt Urkunde.

Die Arbeit der Schulgemeinschaft der Michaelschule an den Gütesiegelinhalten wurde gewürdigt. Des Weiteren ermutigten die Laudatoren zur Weiterentwicklung und betonten, wie wichtig es sei, jüdisches Leben gegenwartsbezogen sichtbar zu machen. Auf Anregung der Verantwortlichen der Michaelschule wird zukünftig auch der Aspekt der Sichtbarmachung (Erkennen von Codes) antisemitischer Inhalte in Social Media in den Kriterienkatalog aufgenommen.

Wir danken der Schulgemeinschaft für die investierte Kraft und die Vehemenz, mit der Antisemitismus konsequent begegnet wird.